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Camerano

Der Sitz unserer Italienisch Sprachschule


Camerano ist ein typischer mittelitalienischer Ort, der auf einem Hügel angelegt wurde. Das Dorf hat etwa 7.000 Einwohner. Es liegt in der Mitte zwischen den schönsten Stränden der Conero-Küste (6/7km) und der Hauptstadt der Region Marken, Ancona nur wenige km nördlich von Camerano.

Es gibt eine Busverbindung, die Camerano sowohl mit dem Norden (Ancona) als auch dem Süden, mit den Stränden von Sirolo und Numana verbindet. Ancona verfügt über einen Hauptbahnhof, der von allen größeren Städten erreichbar ist. Außerdem gibt es einen großen Hafen mit Fährverbindungen nach Südosteuropa sowie einen Flughafen (25 km). Die Distanz nach Ancona, der Hauptstadt der Region Marken, einem der wichtigsten Adriahäfen, beträgt nur 10 km.

Geschichtlicher Überblick: Camerano wurde ursprünglich „Cameranum" , „Camuran" oder „Camburan" genannt. Im einheimischen Dialekt sagt man noch heute Camburan.
Der Ort ist antiken Ursprungs, die ersten Ansiedlungen im Gebiet, in dem heute Camerano liegt, gehen auf den Zeitraum zwischen dem 7. und dem 6. Jahrtausend v. Chr. zurück: die Pyzenen waren die ersten Einwohner im Gebiet, die später von den Römern abgelöst wurden.
Im Mittelalter, zwischen dem 8. und dem 9. Jahrhundert wurde das gesamte Gebiet um Ancona herum Teil des Byzantinischen Reichs „Pentapoli". Camerano wurde in mehrere Zonen eingeteilt, die in den Besitz der Kirche übergingen. Es wurden Dokumente gefunden, die bezeugen, dass der Name "Castrum Camurani" (Kastell von Camerano) erstmals 1177 erwähnt wurde. 1198 wurde Camerano eine eigenständige Gemeinde, Teil einer Allianz zur Verteidigung vor Marcovaldo, einem Gesandten von Heinrich VI. Die San Francesco Kirche (s. das Foto unten) ist vermutlich 1215 gegründet worden. Zwischen dem 13. und dem 15. Jahrhundert hatte Camerano seine Unabhängigkeit verloren und wurde erst der Herrschaft Friedrich des II. von Schwaben und dann Ancona unterstellt.
In den Jahren 1797/1798 wurde Camerano von den Truppen Napoleons eingenommen. Man erzählt sich in Camerano, dass Admiral Nelson nach der Niederlage Napoleons der Ortschaft eine kurze Stippvisite abstatte. Nach der sog. Schlacht von "Castelfidardo", die mit der Niederlage des Pontifikats endete, wurde Camerano 1860 von den Truppen der "Savoia" besetzt und ein Jahr später vom Italienischen Königreich annektiert.
Während des zweiten Weltkriegs besetzten die Deutschen 1943 Camerano. Im Juli 1944 wurde es von den Alliierten Siegermächten befreit. Weite Teile Cameranos wurden in diesem Zeitraum von Bombenangriffen zerstört.

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Die San Francesco Kirche : Die Gründung der Kirche im Jahr 1215 geht laut lokaler Tradition auf den Heiligen Franziskus von Assisi zurück. Das ursprüngliche, beeindruckende Steinportal der Kirche aus dem 13. Jahrhundert ist noch erhalten. Im Innern finden wir verschiedene Gemälde von Marco Vannetti, einem Schüler Carlo Marattis (berühmter Maler aus Camerano, 1625-1713). Direkt neben der Kirche ist ein altes Kloster, das 1763 von den Franziskanerbrüdern gegründet wurde. Heute befindet sich das Rathaus mit seinen Büroräumen darin.

Der Hügel, auf dem Camerano erbaut wurde, ist vollkommen ausgehöhlt, es befindet sich ein Labyrinth von unterirdischen Gängen darin. Die sog. "Grotte di Camerano" bestehen aus einem Gemisch aus Tonerde und Sandstein. Ihre Entstehung, von Menschenhand geht wahrscheinlich auf das Mittelalter zurück. Nachdem die "Grotte" nach Ende des zweiten Weltkriegs von vielen vermeintlichen Besitzern als Weinkeller benutzt worden waren, hat man sie so hergerichtet, dass sie heute besichtigt werden können und zu einer regelrechten Touristenattraktion geworden sind. Auβer unzähligen Gängen gibt es auch verschiedene gröβere Räume mit reichen Verzierungen, die darauf schlieβen lassen, dass diese "Grotte" in mehreren Epochen als Fluchträume genutzt wurden. Es gibt unterschiedliche Hypothesen für die Entstehung der "Grotte". Sie sollten Sie am besten besichtigen, um dieses Geheimnis zu lüften !

Bei einem Vergleich der Karten des Verlaufs der "Grotte" und der Altstadt fällt auf, dass beide parallel zueinander verlaufen. Eine alte Dorfweisheit sagt: "Camerano ist unten wie oben." Es gibt viele Anekdoten und Legenden über die Gänge. Die meisten davon stammen aus der Besatzungszeit aus dem Jahr 1944, als die Bevölkerung von Camerano 17 Tage lang darin verbracht hat, um sich vor Bombenangriffen zu schützen.

http://www.grottedicamerano.it

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"Festa del Rosso Conero": das Weinfest von Camerano findet jährlich am ersten Septemberwochenende statt. Camerano wird die Hauptstadt des Rosso Conero genannt. Das Anbaugebiet liegt um den Monte Conero herum und umfasst die Ortschaften Ancona, Sirolo, Camerano, Offagna, Numana, Osimo und einen Teil von Castelfidardo. Das Fest wird nunmehr seit fast 20 Jahren organisiert. Es ist eine gelungene Mischung aus traditionellem Weinfest und modernem Kulturfestival. Es dauert drei Tage und verzeichnet jedes Jahr höhere Besucherzahlen.

Der Hauptbestandteil des Rotweins Rosso Conero ist die Montepulciano Traube. Es handelt sich dabei um eine Rebe, die hier in und um Camerano optimale Bedingungen für ihr Wachstum findet. Das milde Mittelmeerklima gepaart mit kalkhaltigem fruchtbaren Boden garantiert als Ergebnis einen geschmackvollen ausgezeichneten Qualitätswein (DOC).

Das Fest zieht sich durch die ganze Altstadt. Es gibt mehr als 50 Stände mit künstlerischen Produkten oder lokalen Leckereien sowie Musik für jeden Geschmack, Tanz, Theater, künstlerische Ausstellungen und Workshops in allen Ecken Cameranos und man kann fast überall leckere Speisen bekommen. Nicht zuletzt gibt es natürlich überall die Möglichkeit, den Rotwein "Rosso Conero" der etwa 20 verschiedenen Weinkeller zu kosten und zu erwerben. Das alles geschieht in einer mittelalterlichen Atmosphäre.

Weitere Informationen finden Sie auf http://www.festadelrossoconero.it/index.html

Mehr Informationen über Camerano finden Sie unter: http://www.turismocamerano.it